Montag, 5. Juni 2017

Leserunde: "Ich fürchte mich nicht" - Abschnitt 1

Hallo meine lieben,

die Diskussionen zu dem ersten Abschnitt zu "Ich fürchte mich nicht" von Tahereh Mafi könnt ihr hier unter diesem Post führen.

Der Abschnitt geht von Kapitel 1 bis Kapitel 10. Falls ihr schon weiter gelesen haben solltet, spoilert bitte nicht und an alle anderen Leute, die diesen Post durch Zufall gefunden haben: Achtung! Mögliche Spoiler! 

Und jetzt her mit eurer Meinung! Wie fandet ihr den Abschnitt?

Liebe Grüße,
Marianne

4 Geblubber:

Marianne K. hat gesagt…

Dann fange ich mal an. In diesem ersten Abschnitt passiert noch nicht so viel. Die größte Zeit ist Juliette im Gefängnis und versucht so gut es geht den Kontakt zu Adam zu vermeiden. Man lernt den täglichen Ablauf in der Anstalt kennen und erfährt ein wenig über Juliettes mentalen Zustand.

Ich finde es interessant, wie die Autorin Juliettes Zustand darstellt. Durch ihren Schreibstil erhält meinen einen guten Eindruck, was sie durchgemacht haben muss. Allerdings habe ich das Gefühl, dass in den letzten beiden Kapiteln ein wenig von dieser Umsetzung verloren gegangen ist.

Zu den Figuren kann man noch nicht so viel sagen. In den ersten Kapiteln ging es wohl eher darum Juliettes Psyche ergründen zu können.

Lena von Awkward Dangos hat gesagt…

Ich habe gestern Abend auch direkt mit dem Lesen begonnen und konnte kaum aufhören. Schließlich habe ich mir vorgenommen, wirklich nur die ersten 10 Kapitel zu lesen und dann zu schlafen, sonst wäre das noch ausgeartet. :D

Der Einstieg gefiel mir richtig gut. Ich muss dir, Marianne, da zwar recht geben, dass wirklich noch nicht allzu viel passiert, aber man bekommt einen so guten Einblick in Juliettes Psyche, ihre Gedankenwelt, das Leben in der Irrenanstalt und die Welt draußen. Die Anstalt fand ich so interessant und erschreckend, sie hätte mir schon als Setting gereicht. :D Jetzt bin ich aber gespannt, was da noch so kommt. Da hat der Abschnitt also echt spannend geendet.^^

Sowohl Juliette als auch Adam und Warner finde ich bisher sehr interessant. Ich hätte nicht gedacht, dass Adam eine Art Spionn ist! :O Aber ich denke nicht, dass er böse ist. Juliette hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sie ist wirklich interessant, aber kein bisschen verrückt, finde ich. Sie hat so vieles durchmachen müssen und konnte so lange mit niemandem reden, da wundert es mich nicht, dass ihre inneren Monologe immer etwas ausarten, sich ihre Gedanken im Kreis drehen und sie gegenüber anderen und sich selbst so widersprüchliche Gedanken/ Gefühle hat. :'( Ich habe selten einen Schreibstil gesehen, der so sehr im Einklang mit der Geschichte und den Gefühlen der Protagonistin ist, wie dieser. *.* Außergewöhnlich und wunderschön. Ich finde Mafis Worte unglaublich fesselnd und berührend, einfach genial! Der Stil geht in 9 und 10 tatsächlich etwas verloren, aber ich denke, dass Juliettes Gedanken einfach durch die Angst, die Wut und all die Eindrücke etwas weniger werden. Nicht länger in einer Zelle eingesperrt, haben ihre Gedanken keinen Grund mehr Selbstgespräche zu führen. :D

Marianne K. hat gesagt…

Das kann ich mir gut vorstellen. Ich hatte nach den ersten zehn Kapiteln auch gut weiter und weiter lesen können... Hatte es aber lieber gelassen um etwas mehr vom Buch zu haben. :D

Der Anfang weckt definitiv Interesse durch den Schreibstil und das Setting, aber es ist vermutlich auch ganz gut, dass Juliette recht früh im Buch aus der Anstalt raus, da dort vermutlich nicht so viel hätte passieren können...

Ich muss ehrlicher Weise sagen, dass ich wusste, dass Adam ein Spion ist. Als ich das Buch vor ein paar Jahren bekommen hatte, hatte ich die ersten paar Kapitel überflogen, aber so, dass ich mich an das meiste kaum noch erinnern konnte, aber das wusste ich noch... Aber damals hatte ich Adam auch schon irgendwie, sagen wir mal, misstraut...
Aber ich kann dir zustimmen, dass die Figuren schon irgendwie interessant wirken... Man weiß nur fast nichts über sie... Aber das ändert sich ja noch im zweiten Abschnitt.

Der Schreibstil ist wirklich außergewöhnlich, auch wenn er vielleicht auf die Dauer etwas nervig sein könnte. Mal schauen, aber vielleicht stimmt es ja, dass der Schreibstil wegen deiner genannten Begründung weniger wurde... Wenn du verstehst, was ich meine.

Lena von Awkward Dangos hat gesagt…

Ja, da hast du wohl recht. Lange eignet sich die Anstalt nicht als Setting. Dennoch hätte ich gerne noch mehr über das Leben dort erfahren. Das Zusammenspiel der beiden Charaktere in einer Zelle fand ich auch so interessant.

Das mit dem Schreibstil erledigt sich ja zum Glück im weiteren Verlauf. Man merkt, dass Juliette vor allem innerlich mit sich selbst geredet hat, als sie noch alleine in ihrer Zelle hauste, später wird der Stil ja etwas normaler. Für mich persönlich hätte der Stil aber so bleiben können, ich denke, das hätte mich gar nicht gestört. :D

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