Sonntag, 30. Oktober 2016

[So etwas Ähnliches wie eine Meinung] Der Sandmann

Hallo ihr alle,

es ist schon wieder ein wenig her, dass ich euch etwas über eine meiner Schullektüren erzählt habe. Da ich aber noch ein paar zuhause habe über die ich reden kann, versuche ich die jetzt wieder ein wenig ab zu arbeiten. :D Heute möchte ich euch ein wenig über das 'Nachtstück' "Der Sandmann" von E. T. A. Hoffmann erzählen. Es ist schon ein wenig her, dass ich es gelesen habe, aber an vieles kann ich mich noch recht gut erinnern, ob mich das freuen soll oder nicht, weiß ich noch nicht so wirklich. :)
Ach ja, bevor ich es vergesse: Erwartet nicht, dass diese 'Rezension' (oder wie auch immer man das hier nennen möchte) Spoiler frei ist. Es ist wohl eher eine Besprechung und daher sehr wahrscheinlich mit Spoilern.

Autor: E. T. A. Hoffmann
Titel: Der Sandmann
Taschenbuch (30/35 Seiten)
Verlag: Hamburger Lesehefte Verlag

Der Sandmann ist eine Erzählung/ein Stück von 1816. Es wird bei den Hamburger Leseheften zusammen mit der Erzählung/dem Stück "Das öde Haus" verkauft. Die Erzählung (ich nenne es jetzt einfach Erzählung, vielleicht gibt es aber auch einen besseren Begriff) fängt mit drei Briefen an (zwei Briefen von Nathanael an Lothar und ein Brief von Klara an Nathanael). In den Briefen erfährt der Leser die Hintergrundgeschichte von Nathanael und erfährt somit, woher das Trauma (man kann es schon ein Trauma nennen...) Nathanaels kommt. Er ist nämlich der Meinung, dass der Sandmann böse sei und Augen stehle. Außerdem ist er der Meinung, dass ein gewisser Coppola der Sandmann sei (in seiner Kindheit kam abends ein gewisser Coppelius, den er für den Sandmann hielt).
Nach den drei Briefen wird es ein wenig verwirrend. Ich persönlich habe nicht mehr wirklich verstanden, was jetzt wirklich war und was Nathanaels Einbildung. Klara hatte versucht ihn zu besänftigen, aber wollte nicht hören. Er traf Coppola und kaufte von ihm ein "Glas" (ich denke, dass oll im Prinzip eine Brille sein?). Ihm gegenüber sah immer mal wieder eine Person, sie heißt Olimpia. Sie wirkte starr, aber schön. Als er durch das Glas schaute und sie sah verliebte er sich in sie. Er bemerkt gar nicht mehr, dass sie sehr mechanisch wirkt und meint, sie sei eine ganz normale, bezaubernde Frau. Und sehr geht das dann immer weiter und schaukelt sich immer weiter hoch... bis Nathanael vollkommen verrückt wird (meine Meinung)... Er gab aber zwischendurch noch einen Lichtblick für ihn. Als er bei Klara war, wurde er wieder ruhig, sie hatte ihn beruhigt und "jede Spur von Wahnsinn war verschwunden" (Seite 33, Teile 19/20) wie es so schön im Buch steht.
Mehr sag ich lieber nicht zum Inhalt, ich weiß ja auch sowieso nicht mehr alles, und wenn ich mehr sagen würde, würde ich wirklich die komplette Geschichte zusammenfassen... Lieber nicht. :)
Ich fange lieber mal mit meiner Meinung an. Sagen wir es mal so... Ich habe für diese Erzählung erstaunlich lange gebraucht, wenn man bedenkt, dass es nur 30 Seiten sind. Ich habe für diese Geschichte nicht nur recht lange gebraucht, weil es eine ältere Sprache war, die Sprache war gar nicht mal so schlimm. Ich fand es eher schlimm, dass es so wenig Absätze gab und ich teilweise einfach nicht wirklich verstanden hatte, was mit Nathanael los war. Man weiß an manchen Stellen einfach nicht, was jetzt die Wahrheit ist und was seiner Fantasie entspringt. Ich muss allerdings auch sagen, dass ich das auch beeindruckend finde. Es war mal interessant zu lesen, wie das sein könnte. Aber schön zu lesen, fand ich es nicht und mit Nathanael konnte ich mich auch nicht identifizieren, da fand ich Klara schon sehr viel sympathischer und konnte mich mit ihr noch eher identifizieren, obwohl man von ihr weniger weiß...
Alles in allem, war die Geschichte nicht unbedingt schlecht, aber ich fand sie anstrengend zu lesen... Es wäre nichts, was ich jetzt einfach mal so nochmal lesen würde.

Hat einer von euch die Erzählung auch gelesen? Wie fandet ihr sie?
Liebe Grüße,
Marianne

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