Montag, 7. Dezember 2015

[Rezension] Muschelherz und Sommerwind

Quelle

Autorin: Julia Breitenöder
Titel: Muschelherz und Sommerwind
Taschenbuch (222 Seiten)
Verlag: cbj
Sprache: Deutsch
Preis: 7,99€

Inhalt:
Ann hat sich ihren ersten elternlosen Urlaub an der Nordsee eigentlich anders vorgestellt: Erst wird sie von ihrer besten Freundin versetzt, dann landet sie in einem Ferienlager auf einem kleinen Bauernhof. Gummistiefel statt Pferderomantik! Auf dem Karolinenhof freundet sich Ann schnell mit den anderen Mädchen und der verrückten Henne Gretel an, die sich als gute Beraterin in allen Lebenslagen erweist. Und dann ist da noch Justin, der Ann völlig aus dem Konzept bringt. Schließlich sind die romantischen Gänseblümchensträuße, die sie überall findet, von ihm, oder?
(Quelle: Random House)

Meine Meinung:
Herbst ist vielleicht nicht unbedingt die richtige Zeit für ein Sommerbuch, aber ich hatte Lust auf diese Art von Buch und so landete es auf dem Stapel der Bücher, die ich momentan lese und wurde gelesen.
Als ich den Anfang dieses Buch gelesen habe, habe ich mich, öfter als mir lieb war, gefragt, wie dumm die Protagonisten bitte ist... Oder irgendwer anders... Bzw. nicht unbedingt dumm... Ich meine damit, dass sie dumme Fragen stellen, die eigentlich offensichtlich sind und/oder sich daneben benehmen. Aber diese Art von Dummheit ist ja nicht unbedingt eine Seltenheit bei dieser Art von Büchern.
Das hielt aber glücklicherweise nicht lange an und dann fing es auch an wirklich Spaß zu machen dieses Buch zu lesen. Das Blöde ist nur, dass das Buch dann schnell durch war, was aber bei den meisten Büchern so ist. Meinetwegen hätte das Buch noch ein wenig länger sein können, aber das hätten schon viele Bücher vor diesem sein können.
Die Figuren sind 'typische' Jugendbuch (ich nenne diese Art von Büchern einfach Jugendbuch, da ich den richtige Genre Begriff immer noch nicht kenne...) Figuren, wenn ihr wisst, was ich meine. Man hat zum einen die Protagonistin, die sich am Anfang meist ein wenig blöd anstellt. Die Freundin die die Protagonisten unterstützt. Der, bei dem alle denken, er wäre derjenige, der sie liebt. Der Junge, der sie liebt, der manchmal auch der davor Genannte sein kann. Und die anderen.... Und so ähnlich ist es auch dieses Mal. Aber da man sowas eigentlich schon vorher weiß, ist es ja auch nicht so schlimm und was wären solche Bücher ohne die Stereotypen?! Und außerdem gibt es ein singendes Huhn.
Außerdem sind die Kapitel des Buches recht kurz, so kann man die Kapitel gut hinter einander durch lesen, auch wenn man nicht allzu viel Zeit hat.

Cover:
An sich ist das Cover ja ganz ok... Aber wenn man mal die Eis Kugel betrachtet ist es extrem offensichtlich, dass die eingefügt sein muss... Was nicht allzu gut wirkt, aber ok.
Der Titel macht sogar sind. Und hat eine doppelte Meinung.

Fazit:
Ein nettes, schönes Sommerbuch.

Marianne
(Anmerkungen sind erlaubt und eigentlich auch erwünscht, ich möchte lernen :D)

P.s. Dies aus meiner Sicht. Das Buch ist für jüngere Leute geschrieben und wie die es finde, weiß ich nicht. Für Leute in meinen Alter kann es vielleicht nerven. Aber wenn man sich darauf einstellt, hat das Buch eindeutig auch seine guten Seiten. (Mir war eben gerade nämlich aufgefallen, dass meine Meinung negativer klingt als ich das Buch eigentlich fand. Mir hatte es sehr Spaß gemacht, nur am Anfang hatte es noch gestört.)

12 Geblubber:

Anna Salvatore hat gesagt…

Huhu Marianne =)
Ich fand das Buch auch ganz schön, als Sommerbuch.
Die Stereotypen fand ich auch ein wenig nervig :)

LG ♥
Anna

Marianne K. hat gesagt…

Huhu Anna. :)
Ja, es kann schon ein wenig nerven. Aber so sind solche Bücher halt. ;D
Liebe Grüße,
Marianne

Dana hat gesagt…

Ich würd dieses Genre einfach Contemporary nennen. ;)
Das Buch reizt mich nach deiner Rezension so gar nicht. Sterotypische Charaktere, stereotypische, vorhersehbare Handlung ... Das schreit ja förmlich nach Fettnäpfchen, außerdem nervt es mich schnell, wenn die Protagonistin auf dem offensichtlichen Holzweg ist. ^^

Liebe Grüße ♥

Marianne K. hat gesagt…

Ach, Dana. Ich habe es bis jetzt noch niehin bekommen, das Genre so zu nennen... Ich weiß nicht warum... Ich habe einfach Probleme mit diesem Namen. ;D
Ja, das kenne ich... Normaler Weise stört es mich auch, aber bei Contemporary Büchern ist das ja meistens der Fall, deshalb habe ich mich einfach daran gewöhnt und erwarte nicht viel anderes... Es war halt auch ein wenig unklug es auch noch so offensichtlich zu machen, indem in die Beschreiben schreibt: "Schließlich sind die romantischen Gänseblümchensträuße, die sie überall findet, von ihm, oder?" Dieser Satz schreit förmlich nach: FALSCH!!!
Liebe Grüße,
Marianne

Dana hat gesagt…

Ich finde, es gibt genug Bücher, die daraus herausstechen - gute Contemporary ist nicht unmöglich. Sie muss nichtmal hochkomplex sein, aber unterhaltsam und nicht einladend zum Fremdschämen sowie nach Möglichkeit gefühlvoll und nicht total 0815 sollte sie in meinen Augen schon sein. Alles andere ... nervt mich schnell. Dazu gibt es einfach zu viele andere gute Bücher. ^^
Oh, und er schreit nach Fremdschämen. Und Seufzen. Und Entnervtheit. xD

Marianne K. hat gesagt…

Ja, es gibt auch Contemporary Bücher, die anders sind. Aber es gibt einfach wirklich viele dieser Art und oft stört es mich auch. Aber glücklicherweise selten, wenn ich die Bücher dann wirklich lese. An manchen Stellen ist es irgendwie natürlich, dass man sich jetzt schämen muss, aber die Stelle muss rein, da das Buch deshalb authentischer wird. Das passiert auch nicht allzu oft, aber manchmal... Es stimmt schon, dass es oft nervt... Aber wie gesagt, meistens stört es mich nicht.
Ja, das stimmt wohl... Danach schreit es auch. :D

Julia hat gesagt…

Hallo Marianne,
ich habe mich gefreut, als ich deine Rezension zu "Muschelherz und Sommerwind" zufällig entdeckt habe.
Zur Genre-Diskussion möchte ich aber gerne etwas einfügen: Es ist kein Contemporary, sondern ein Kinderbuch für Mädchen ab 11, geschrieben unter der Vorgabe: leichte, heitere Sommergeschichte für Mädchen, die gerade erste Erfahrungen mit Verliebtsein machen.
Auf die Gefahr hin, mich jetzt in ein Fettnäpfchen zu setzen: Mir ist es schon oft auf Blogs aufgefallen (das bezieht sich jetzt nicht auf deine Rezi, Marianne, du weist ja darauf hin, dass es für jüngere Leser ist), dass Kinder-/Jugenbücher besprochen werden - aber aus reiner Erwachsenensicht. Dabei finde ich, dass Kinder völlig anders lesen (wenn ich mir angucke, welche Bücher ich als Kind geliebt habe - da überkommt mich teilweise das kalte Grausen ;) ), und das sollte man bei so einer Rezension nicht aus den Augen verlieren. Meiner Meinung nach. Denn diese Bücher sind einfach nicht für Erwachsene geschrieben, der "ausgewachsene" Leser sollte also seine Erwartungshaltung etwas ändern. Dass es trotzdem natürlich auch in der Kinderliteratur mehr und weniger gelungene Bücher gibt, auf hohem und niedrigem Niveau, mit mehr oder weniger Unterhaltungswert - das ist klar. Und über persönlichen Geschmack kann man eh nicht diskutieren, es wird kein Buch geben, das jedem gefällt. Damit kann man als Autor auch gut leben. ;)
Also: Vielleicht einfach das nächste Mal mehr mit den Augen eines Kindes lesen? ;)
Weiterhin viel Spaß beim Lesen!
LG Julia

Dana hat gesagt…

@ Julia: Ich kenne das Buch nicht, es sah für mich nach dem Cover und mit dem Wissen um Bücher aus dem Verlag mit ähnlichen Covern etc. nach einem Jugend-Contemporary-Buch aus, daher tut es mir leid, dass ich die Zielgruppe ein wenig überschätzt habe - und die PS übersehen ...
Natürlich sollte man diese Zielgruppe unter diesen Umständen auch berücksichtige und es sind da natürlich oft Konflikte, aus denen jüngere Leser eine Moralvorstellung für die Realität ziehen können und sollten - ich habe wie gesagt das Buch nicht gelesen und kann nicht sagen, wie ausgeprägt das ist, weiß aber aus Erfahrung, dass ich aus dem Alter raus bin und meine Meinung durch die Vorhersehbarkeit erfahrungsgemäß getrübt wird.
Daher wollte ich in meinen Kommentaren in erster Linie meine subjektive Meinung ausdrücken und wie immer begründen, weshalb mich ein Buch nicht reizt, womit ich keine Bewertung für jüngere Leser aussprechen wollte. ^^

Liebe Grüße
Dana

Marianne K. hat gesagt…

Die Ps habe ich eben gerade erst hin zu gefügt als ich mir die Rezension noch einmal durch gelesen habe. ;)

Dana hat gesagt…

Und ich dachte, ich hätte sie überlesen, weshalb ich schon ein schlechtes Gewissen hatte. :D
Aber gut, dann klärt sich wenigstens ein wenig die fehlende Komplexität - sowas ist für jüngere Leser natürlich noch nicht so ausgeprägt. ^^

Julia hat gesagt…

Hallo Marianne,
das P.S. find ich schön - allerdings wollte ich dich nicht dazu bringen, die Rezension zu ändern, denn, wie gesagt, ein Buch kann nicht jedem gefallen und auch mit kritischen Stimmen kann ich gut leben. Ich hab nur die Gelegenheit beim Schopf gepackt, auf etwas hinzuweisen, was mir in den letzten Monaten verstärkt aufgefallen ist: Erwachsene rezensieren Kinderbücher, als wären sie die Zielgruppe - und das kann ganz oft einfach nicht passen.
Ich lese auch viel Kinder-/Jugendbücher, aber dann mit anderem Blick drauf als z.B. einen Thriller.

Hallo Dana,
den fehlenden Tiefgang geb ich in diesem Fall gerne zu - ist sozusagen leichte Chick-Lit für Kids (heißt das dann Kücken-Lit? ;) ), vom Konzept her an die "Frechen Mädchen" angelehnt. Zu den Vorgaben gehörte zum Beispiel auch, dass der Text garantiert kuss-frei ist (und zum Glück habe ich das noch in der Vorschau gelesen, bevor ich das Manuskript abgegeben habe ;) ).
Und ja, das Cover geht sehr in Richtung Jugendbuch. Ist also sowas wie ein Kinderbuch für Fortgeschrittene, oder so ähnlich. Ein Kinderbuch für Fast-Teens.

Dana hat gesagt…

@ Julia: Ich denke, zu viel Tiefgang überfordert Kinder auch schnell, daher scheint es mir nur naheliegend, diese Geschichten noch einfach zu halten.
Dennoch klingt das noch keiner allzu leicht einzuhaltenden Vorgabe. ;)

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