Donnerstag, 10. Dezember 2015

[Gelaber] Warum ich den Büchern manchmal keine Punkte mehr gebe...


Hallo meine Lieben. ;)
Vielleicht ist euch ja aufgefallen, dass ich bei manchen Rezensionen und Kurzmeinungen nur noch ein Fazit schreibe und dem Buch keine Punkte/Herzen gebe. Ich wollte euch heute die Erklärung dafür geben, warum ich es mache.

Zum einen hat bekanntlich jeder eine eigene Meinung. Was nicht unbedingt erklärt, warum ich ein Buch dann nicht mit Punkten bewerten kann. Ich meine mit dem Punkt, dass ich mir manchmal nicht sicher bin, ob ich das Buch jetzt lieber so bewerten sollte, wie ich es persönlich insgesamt finde, was am Naheliegendsten ist. Oder ob ich auf meine nieder geschriebene Meinung achte und wenn ich dort sehr negatives nenne, das Buch auch schlechter bewerte. Ihr fragt euch jetzt vermutlich, ob ich keine anderen Probleme habe, wenn ich mich mit so etwas beschäftige... Aber so bin ich eben...
Ich meine damit, dass ich das Buch an andere empfehlen möchte (oder halt eben nicht), aber ich möchte es nicht nur auf meine Meinung stützen... Also nicht auf eine Punktzahl... Wenn ihr versteht, was ich meine (Ich würde es euch nicht verübeln, wenn ihr es nicht versteht... Manchmal denke ich ein wenig ums Eck und damit verwirrend.).

Das ist aber nicht mein einziger und auch nicht mein stichhaltigster Grund. Es ist schon wichtiger, dass ich teilweise einfach nicht weiß, welche Punktzahl ich dem Buch geben sollte und nicht nur das, bei manchen Büchern kann man sich einfach nicht für eine Punktzahl entscheiden, da es zu ausgewogen ist. Es gibt Bücher, die an sich wirklich super sind, die man vielleicht auch öfter liest, die man aber dann liest, wenn man nicht unbedingt Lust auf diese Art von Buch hat. Ich persönlich habe dann immer Probleme mich zu entscheiden das Buch zu bewerten, da ich es theoretisch gut finde und wenn ich es wann anders gelesen hätte, würde ich es vielleicht sogar lesen... aber ich habe es dann nun mal nicht in der Zeit gelesen... Die Zeit kann auch eine Woche später oder eine Woche davor gewesen sein, nicht dass ihr denkt, ich rede jetzt von Jahren.
Außerdem finde ich es auch generell schwer mich für die Bewertung zu entscheiden. Ich habe das Gefühl, dass ich jedem Buch dieselbe Punktzahl gebe (was nicht ganz stimmt... aber fast.) und das ist auch nicht so toll.

Ein weiterer Grund ist, dass manche Bücher für eine bestimmte Alters- oder Personengruppe geschrieben ist und somit nicht geschrieben wurde um möglichst vielen zu gefallen, sondern vor allem dieser Gruppe an Menschen. Wenn man zum Beispiel ein Buch für Mädchen ab 10 liest, wird es natürlich anders geschrieben als ein Buch für Mädchen ab 14, einfach weil ein Mädchen im Alter von 10 noch andere Interessen hat und eventuell auch noch eine andere Vorstellung von gewissen Sachen hat. Wenn man das Buch dann liest und nicht zu dieser Gruppe gehört, ist es recht wahrscheinlich, dass man das Buch dann nicht so toll findet (was aber auch nicht so sein muss). Aber das Buch war ja nie für die persönliche Gruppe geschrieben/bestimmt und damit kann man es eventuell auch nicht so gut beurteilen...

Außerdem gibt es da noch diese wunderbaren Stereotypen und -geschichten. Ich habe dabei das Problem, dass ich es manchmal störend finde und manchmal nicht. Ich möchte aber nicht das eine Buch schlechter bewerten als das andere nur weil ich es zu der einen Zeit störend fand und zu der anderen nicht. Vielleicht versteht ihr mich ja, ich weiß es nicht. Manchmal verstehe ich mich selbst nicht, aber es ist nun mal so.

Ich das Für und Wider von Büchern aufzählen, damit jeder selbst entscheiden kann, ob er ein Buch mit Stereotypen lesen möchte oder nicht. Man soll nicht auf die Bewertung schauen und sagen: Wenig Punkte, dann muss es ja schlecht sein. Man soll sich auf Grund der Sachen, die im Buch vorkommen dafür entscheiden.

Ich hoffe, dass ihr mitkommen konntet, wie schon gesagt, manchmal schreibe ich ein wenig wirr durch einander.
Was denkt ihr zu dem Thema?
Liebe Grüße,
Marianne

1 Geblubber:

Dana hat gesagt…

Huhu Marianne,

ich verstehe deine Problematik voll und ganz, da sie auch mir des Öfteren unterkommt.
Allerdings finde ich eine Punktebewertung i.d.R. ganz hilfreich, da sie mich schnell ein Buch einordnen lässt - gut, schlecht oder eben durchschnittlich.
Das Problem ist in meinen Augen, das einfach zu viel auf diese Bewertungen gegeben wird. Wie oft habe ich erlebt, dass die Kommentare unter 3-Büchlein-Rezensionen allesamt enttäuscht waren, wobei 3 Büchlein (oder eben Sterne) doch durchschnittlich bedeuten - ein Buch, das nicht schlecht, aber eben auch herausragend ist. Dabei hat doch dieses Buch mich definitiv unterhalten.
Außerdem gibt es immer subjektive Kritikpunkte. Wenn den einen poetische Metaphern stören, kann das einem anderen wieder gefallen. Umgekehrt kann dem einen ein Liebesgeschichte mit hohem Altersunterschied gefallen, während der andere eher abgeneigt ist. Aus diesen Gründen sollte viel mehr Wert auf den Text gelegt werden, denn oftmals sind auch durchschnittliche Bücher lesenswert - meist vor allem aus subjektiver Betrachtung.
Allerdings habe auch ich generell ein Problem damit, etwas in Skalen einzuteilen, und bei einigen Büchern gerate ich wirklich ins Grübeln. Ich folge mittlerweile dem Prinzip, dass ich die Punktebewertung meinem Leseeindruck und nicht den aufgelisteten Kritikpunkten entsprechend gebe und auch darauf achte, dass Bücher gleicher Bewertung von meinem Eindruck her vergleichbar sind.

Liebe Grüße ♥

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