Sonntag, 5. Juli 2015

Die Clans der Seeker - Fantasy Buch oder nicht?

Quelle
Ich weiß. Ich bin mit diesem Post zu spät. Wirklich viel zu spät. Und das tut mir ehrlich leid. Dazu kommt, dass ich nicht dazu gekommen war mit einer Buchhändlerin über das Thema zu sprechen. Auch das tut mir leid. Aber so schnell geht das jetzt auch nicht mehr... (Ich habe trotzdem Werbung gemacht und mache es durch diesen Post auch...) Ich versuche es mit diesem Post wieder ein wenig gut zu machen.

Wir sollten mit einer Buchhändlerin darüber sprechen, was ein Fantasy-BFuch ausmacht. Wie gesagt, war ich dazu leider nicht gekommen, aber ich habe schon mit einigen Leuten über das Thema Fantasy-Literatur gesprochen. Aber was macht Fantasy Literatur wirklich aus? Was bedeutet Fantasy? Wenn ich an das Wort Fantasy denke, verbinde ich es mit Drachen, Elfen, Vampiren und anderen mystischen Wesen, aber Fantasy ist doch nur das englische Wort für Fantasie. Doch das Wort Fantasie hat für mich eine andere Bedeutung... Daher habe ich mit Duden nachgeschlagen um zu wissen, was man dort über das Wort erfährt.


Fantasie, Phantasie - <griech.> (Vorstellung[skraft]; Trugbild)
Fantasy - <engl.> (Roman-, Filmgattung, die märchen- u. mythenhafte Traumwelten darstellt)

Der normale Duden verrät einem also nicht viel... Nur das es anscheinend wirklich einen Unterschied zwischen Fantasie und Fantasy gibt. Auch das Fremdwörterbuch und das Herkunfstwörtbuch verrät einem nicht mehr, zumindest nichts, was einem in dieser Frage weiter hilft. Das Synonymwörtbuch verrät einem nur, dass es sich um einen 'Wunschtraum', 'Unwirklichkeit' und so weiter und so fort handelt. Das Bedeutungswörtbuch konnte allerdings ein wenig Licht in die Sache bringen...

Fantasie, Phantasie - 1. <ohne Plural> Fähigkeit, sich etwas in Gedanken auszumalen, etwas zu erfinden, sich auszudenken: etwas regt die Fantasie: es mangelt ihm an Fantasy; etwas beschäftigt die Fantasie der Menschen. Syn.: Einbildung
2. nicht der Wirklichkeit entsprechende Vorstellung als Produkt der Fantasie (1): das ist nur eine Fantasie, ist reine Fantasie; die Fantasien der Dichterrinnen, der Träumer. Zus.: Traumfantasie

Es gab noch eine Bedeutung, die ist aber nicht weiter von Bedeutung, da die medizinischer Natur ist. Nach dem Duden könnte man theoretisch sagen, dass das was man selbst im Kopf erfindet schon eine Fantasie ist. Das würde theoretisch bedeuten, dass alle Bücher Fantasie Bücher, oder zumindest die meisten, da die meisten Geschichten ausgedacht sind und nicht der Wahrheit entsprechen, egal ob man das Buch jetzt mit Drachen, Elfen und Vampiren schmückt oder ob es ein normales Jugendbuch ohne mystische Wesen ist. Aber ich halte mich zu lange mit dem Begriff der Fantasie auf... Es soll in diesem Post schließlich eigentlich um das Buch gehen und ob es ein Fantasy Buch ist oder was es zu einem Fantasy Buch macht... Denn wie wir ja eben gerade durch den Duden gelernt haben, sind so gut wie alle Bücher theoretisch Fantasy Bücher (Fantasy ist ja auch schließlich einfach das deutsche Wort (mit griechischer Herkunft) Fantasie auf Englisch ;D).

So, da wir ja jetzt geklärt hätten, dass es sich um ein Fantasy Buch handelt, könne wir ja weiter machen und schauen, warum es ein Fantasy Buch ist und ob es ein paar Klischees erfüllt. Was ich noch nicht allzu gut beurteilen kann, da ich das Buch noch immer nicht zu Ende gelesen habe, aber ich kenne es schon gut genug, um diesen Post zu schreiben. Und bevor ihr es falsch versteht: Das Buch ist wirklich gut! Es ist nur ein wenig schwer in diese neue Welt ein zu tauchen ohne, dass man ihr ein wenig Zeit lässt... Und Zeit kann ich ihr momentan nicht allzu viele geben...

Was sind so ein paar 'typische' Klischees, die ihr aus Fantasy Büchern kennt? Ich kenne jetzt nur welche aus Fantasy-Jugendbüchern. Ich (und ich meine, dass das sogar ein Begriff für diese Art ist... Ich weiß es aber nicht so genau) nenne die Fantasy Art oft Romantasy... Nicht immer, aber ist euch mal aufgefallen, wie viele Fantasy Bücher nicht die Fantasy als einziges Hauptthema haben, sondern auch noch die Liebe zwischen den zwei Protagonisten... Ich lese zumindest viele Bücher dieser Art... Aber egal, das tut jetzt ja nicht viel zur Sache... Aber die typischen Klischees in diesen Büchern sind: 1.Das Liebesdreieck, 2. Die Romeo und Julie Geschichte mit Happy End (gerne zusammen mit dem Liebesdreieck), 3. Das Mädchen oder der Junge, der gar nichts kann und dann stellt sich plötzlich heraus, dass er/sie doch eigentlich alles kann, 4. Das Mädchen oder der Junge, der/ die ein Außenseiter/in ist und plötzlich soll es die ganze Welt retten oder mehrere Personen. Diese Situationen  kommen in mehreren Fantasy-Jugendbüchern vor und ich denke, dass die meisten verstehen, was ich meine. Ich kann noch nicht sagen, was dieses Buch alles hat, aber es muss auch nicht unbedingt schlimm sein. Momentan finde ich die Umsetzung doch noch ziemlich gut (und nomalerweie ändert sich das nicht einfach mal so).

Meine Vermutungen bis jetzt sind, dass das folgende Klischees wieder auf zu finden sind: Das Liebesdreick, ein wenig von der Romeo-und-Julia-Geschichte-mit-Happy-End und die Clique die auf irgendeine Art und Weise irgendetwas retten muss... Auch wenn ich nicht glaube, dass es dieses Mal die Welt ist... Aber wie gesagt, so weit bin ich noch nicht ganz, ich bin noch bei der Einführung und es ist, auch schon erwähnt, recht viel versprechend bis jetzt.
Achja, für die nicht wissen, was ich mit den Klischees meine: Das Liebesdreieck müsste euch bekannt sein und in diesem Buch ist die Voraussetzung schon mal so weit gegeben, dass zwei Jungs auf Quin stehen... Sie selbst, weiß bis jetzt aber nur von einem.
Mit der Romeo-und-Julia-Geschichte-mit-Happy-End meine ich, die Art von Geschichte in der sich zwei Charaktere in einander verlieben und auch unbedingt zusammen sein wollen, es aber aus irgendeinem Grund nicht dürfen/können, am Ende sind sie es aber meistens trotzdem... Dieses Klischees ist unterschiedlich stark ausgeprägt. In diesem Buch vermute ich es nur, weil John, so wie ich es bisher verstanden habe, seine Probleme mit den Seekern hat und auch mit Quins Familie, oder besser gesagt, ihrem Dad... Wie weit, das noch ausartet, weiß ich noch nicht, aber ich werde es noch herausfinden. :)

Auch wenn man nach den Klischees geht, ist dieses Buch ein Fantasy Buch, auch wenn diese Klischees kein Fantasy Buch ausmacht. Was ein Fantasy Buch für mich ausmacht? Ich weiß es nicht, oder ich kann es zumindest nicht in Worte fassen. Ich merke es, wenn ich lese. Nicht jedes Fantasy Buch beinhaltet massenweise Monster oder andere Kreaturen, man kann es also nicht an der Masse an fantastischen Kreaturen messen... Aber woran kann man es sonst erkennen? Ich weiß es nicht. Man erkennt es und ihr wisst es auch. Was macht ein Fantasy Buch gut? Ein guter, spannender Anfang, eine spannende Handlung mit möglichst nicht vorhersehbaren Wendungen, ein guter Schreibstil, gut ausgearbeitete Charaktere, ein überraschender Schluss und eine tolle, gut überlegte Welt. Wie ich das bis jetzt beurteilen kann, hat 'Die Clans der Seeker' all das, auch wenn es noch nicht so leicht ist in die Welt ein zu tauchen und sie zu beurteilen, aber das wird sich vermutlich auch noch ändern. Und ganz ehrlich... Das Cover ist geil. Tut mir leid, das musste mal gesagt werden... :)

Was denkt ihr über das Thema, das Buch, generell? Lasst mir doch gerne ein paar Kommentare mit eurer Meinung da. :)
Liebe Grüße,
Marianne

3 Geblubber:

Miss Duncelbunt hat gesagt…

Ich würde ein Fantasybuch als ein Buch definieren, in dem Elemente vorkommen, die sich nicht in unserer normalen Welt wiederfinden lassen, die also irgendwo der Fantasie entsprungen sind. Zum Beispiel so was wie "Weil ich Layken liebe" kann theoretisch betrachtet auch irgendwo auf der Welt so passiert sein. Aber dass so etwas wie in Percy Jackson wirklich passiert, ist eben seehr unwahrscheinlich und deswegen ist es ein Fantasybuch :D

Liebe Grüße :)

Dana hat gesagt…

Ich würde mit Miss Dc's Definition einstimmen. Fantasy-Romane beinhalten paranormale Elemente - das bringt es in meinen Augen so ziemlich auf den Punkt.
Alles andere - Urban Fantasy, High Fanatsy, Romantasy usw. - sind dann Unterkategorien, daher denke ich, dass deine Klischees auch nur bedingt anwendbar sind. Auf die YA-Fantasy-Sparte treffen sie auf jeden Fall zu, sind aber nicht generell Anzeichen für Fantasy, High-Fantasy-Romane, die auch an Erwachsene gerichtet sind ("Die Zwerge" und so) entziehen sich diesen Klischees schon wieder, beinhalten dafür andere. Umgekehrt treffen Klischees wie das Liebesdreieck und besonders die Romeo-und-Julia-Konstellation auch immer mehr auf andere Genre wie Contemporary zu - ich würd sie daher eher als Klischees für den Young Adult - Bereich zuordnen. ^^

Ganz liebe Grüße ♥

Marianne K. hat gesagt…

@ Miss Duncelbunt
Ja, das sehe ich ja auch so, aber es gibt auch solche Bücher (ist bei diesem Buch zwar nicht der Fall, aber egal) die eigentlich total normal sind und dann gibt es diese kleine Sache, die nicht ganz so normal ist... Das hatte ich zum Beispiel bei "Der Schwur des MacKenzie-Clans". Das ist ein ganz normaler historischer Jugendroman... Bis auf den Schwurstein... Der ist nicht ganz so normal...
Und ich wollte jetzt nicht unbedingt einen Ein-Satz-Post dazu schreiben... :D

@ Dana
Jaja... Ich weiß. :)
Ich weiß, dass das eher Klischees für den Bereich sind, aber da ich vor allem aus diesem Bereich lese, sind mir halt nur diese eingefallen.... Und sie treffen ja auch zu.... Ich wusste den Namen von der Fantasy-Sparte auch nicht mehr...

Liebe Grüße,
Marianne

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