Montag, 27. April 2015

[Aktion] Wir alle. Gemeinsam - Kapitel 4 - Vom Blitz getroffen

WatchedStuff-[Projekt] Wir alle. Gemeinsam.
Vielleicht wisst ihr es ja noch. Ich hatte euch vor ein paar Monaten dieses Projekt vorgstellt. Insgesamt 16 Blogger haben sich zusammen gefunden um zusammen ein Buch zu schreiben. Ich war diesen Monat mit dem vierten Kapitel dran. Wenn ihr mehr über das Projekt und so erfahren wollt, dann klickt HIER. Wenn ihr euch die ersten drei Kapitel erst einmal durch lesen wollt (vielleicht habt ihr es ja auch schon gemacht), diese sind hier drunter verlinkt. Auch das Inhaltsverzeichnis an sich ist verlinkt, damit ihr dann auch das nächste Kapitel lesen könnt. :)
Achja, bevor ich euch viel Spaß wünsche: Wenn ihr Fehler seht (Rechtschreibung, Grammatik, Satzbau oder so) dann sagt bitte einfach Bescheid, so etwas kann ja mal passieren... Und auch beim mehrmaligen Durchlesen kann man mal etwas übersehen. ;D Danke schon einmal dafür im Voraus!
Jetzt wünsche ich euch viel Spaß mit dem Kapitel!

Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1 - Der Anfang eines guten Buches
Kapitel 2 - Freund oder Freund?
Kapitel 3 - Verworrene Gedanken

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Kapitel 4 – Vom Blitz getroffen

„Aber ich liebe dich doch…“
Dieser Satz hallte unaufhörlich in ihren Gedanken wieder. Endlich hatte sie sich ihre Gefühle Mark gegenüber eingestanden und er war nicht da. Sie hat sie laut ausgesprochen, wollte nicht dass Mark geht, wollte ihn aufhalten, doch sie war nicht schnell genug. Sie wusste nicht mehr weiter… Ihre Tränen waren versiegt. Sie hatte keine mehr übrig, doch trotzdem war ihr nun zum Heulen zumute. Ihre ganze Situation war einfach zum Heulen…
Plötzlich stürmte Mark ins Zimmer! Er ließ die Tür sperrangelweitoffen und eilte zu ihr hinüber! Er kniete sich neben das Bett und sah ihr in die Augen.
„Sag das nochmal! Kann ich wirklich hoffen, dass ich mich eben gerade nicht verhört habe!? Hast du das eben wirklich gesagt?“ In seiner Stimme schwang so etwas wie Hoffnung mit, Hoffnung darauf, dass sie es endlich gestanden hat, aber auch ein wenig Angst, Angst davor, dass er sich verhört hatte, Angst, dass sie es nicht so meinte… und Angst, dass er es nicht falsch verstanden hatte… Die Wut, Verbitterung und Verzweiflung, die Thea vorher während des Streites in seinen Augen gesehen hatte, waren fast komplett verschwunden und wichen Optimismus. Das war zumindest, das was sie in ihnen sah.
„Wenn du meinst: Ich liebe dich doch. Dann kann ich dir sagen, dass du dich nicht verhört hast. Ich habe es wirklich gesagt. Und ich meinte und meine es auch so. Ich liebe dich. Endlich bin ich mir dabei im Klaren. Aber wenn es nicht das ist, was du fühlst, dann bin ich bereit, das zu vergessen… Oder zu unterdrücken… Denn ich möchte unsere Freundschaft nicht gefährden. Nicht so.“. Sie sah ihm tief in die Augen. Wäre ihr Leben ein Buch, dann hätte nicht sie diese Worte gesagt, sondern er, Mark, denn in Büchern ist es immer der Mann, der befürchten muss, dass seine ‚bessere Hälfte‘ nicht so fühlt wie er… Doch ihr Leben war kein Buch, so war es an ihr, die gefürchteten Worte auszusprechen.
Es entstand eine unangenehme und seltsame Stille… Thea kannte diese Stille nicht und Mark auch nicht. Diese Stille herrschte das erste Mal zwischen den beiden. Thea wurde bei Marks intensivem Blick ganz komisch zumute… Sie konnte es irgendwie nicht ab, so viele Sachen auf einmal zu verarbeiten. Erst die Frage, ob sie es ihm sagen sollte oder nicht… dann der Tod ihrer Tante… und jetzt das hier. Das war zu viel für sie! Aber sie war davon überzeugt, dass es sich jetzt alles ändern würde… Hoffentlich…
Er hatte doch gesagt, dass er hoffe, sich nicht verhört zu haben… oder nicht? Hatte er etwa etwas anderes verstanden? Hatte sie ihn etwa falsch verstanden? Hatte sie etwas Falsches gesagt? Warum sagte er denn nichts? Irgendwann hielt sie die Stille und all diese Fragen nicht mehr aus und plapperte was das Zeug hielt.
„Hör mal Mark! Ich weiß… Es tut mir… Naja, egal. Dann ist es eben so wie es ist. Wir haben anscheinend aneinander vorbei geredet. Ich glaube nämlich kaum, dass du vor Freude schweigst… Tja, war auch zu schön. Aber wir bleiben doch Freunde, oder? Und da war dieser…“ Mark legt ihr seinen Zeigefinger auf dem Mund um sie zum Verstummen zu bringen. Ja, seinen Zeigefinger, nicht wie in den mehr oder weniger schlechten Filmen und Büchern, in denen der Mann die Frau durch einen Kuss zum Schweigen bringt. Das war wohl der endgültige Beweis für sie, dass sie nicht in einem Roman lebte… Schade eigentlich…
„Sei einfach kurz still. Ich denke gerade nach. Und zwar nicht darüber, wie ich jetzt am besten das Zimmer verlasse ohne, dass es noch peinlicher wird. Sondern, wie ich am besten meinen Gefühle ausdrücke…“
Thea verstand zwar nicht, was daran so schwierig war, schließlich fehlte jetzt nur noch ein: Ich mag dich oder ich mag dich nicht seinerseits… Aber sie wartete trotzdem. Sie wartete… und wartete… und wartete… Irgendwann hielt sie es nicht mehr aus, nur so stumm da zu sitzen, also zählte sie ihre Atemzüge. Ein Atemzug, zwei Atemzüge, drei Atemzüge, … Wie lange könnte sie wohl ihre Luft anhalten? Und wie viel Zeit verging zwischen zwei Atemzügen…? Und atmete Mark auch so wie sie? Oder schneller? All diese Sachen gingen ihr durch den Kopf und sie wusste nicht warum…
Irgendwann war ihr aber auch das zu langweilig und sie hatte wirklich einige Zeit damit überbrücken können, was erstaunlich war, wenn man bedenkt, wie langweilig das ist. Sie war schon wieder drauf und dran etwas zu sagen, da kam ihr Mark zu vor und sagte:
„Ich hatte gehofft diese Worte zu hören, da ich genauso für dich fühle“-„Dann ist doch alles gut. Warum musstest du denn dafür solange überlegen?“-„Das war nicht der schwere Teil an der Sache… Es ist das andere, was ich nicht in Worte fassen kann…“- „Was meinst du?“-„Es ist… Es ist kompliziert“ Er konnte ihr nun nicht mehr in die Augen schauen und um das zu vertuschen, stand er auf, um zum Fenster zu gehen und in den kleinen Garten der Familie zu schauen.
„Was meinst du denn damit? Was ist kompliziert? Kann ich dir irgendwie helfen? Was ist los?“, sie war ernsthaft besorgt, so hatte sie ihn noch nie gesehen…
„Ach, das verstehst du nicht!“ Das war nun wirklich die letzte Antwort, die sie hören wollte. Sie wusste nicht mehr weiter, daher nahm sie bewusste seine Wortwahl: „Dann erkläre es mir! Denn ich bin gar nicht so dämlich, wie du glaubst!“ Er glaubte ihr zwar, doch trotzdem konnte er nicht darauf antworten…. Er verstand es ja selbst kaum… Er musste das allein klären.
Er dreht sich langsam wieder zu Thea um bis sich ihre Augen wieder trafen. „Ich muss los. Ich habe etwas zu klären und das erlaubt keinen weiteren Aufschub…. Auch wenn ich ihn gerne hätte… Es tut mir leid.“
Mark ging zu ihr ans Bett und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn. Er dreht sich um und ließ sie mit einem „Tschüss“ seinerseits und einer offen Tür zurück. Thea konnte nicht anders und schaute ihm  mit offenem Mund hinter her.


Thea wusste nicht, wie lange sie noch so dort saß. Es kam ihr wie eine Ewigkeit vor. Vermutlich waren es aber nur ein paar Minuten… Obwohl… Nach ihrem Mund, der vom langen Offenstehen wehtat, eher Stunden vermuten ließ.  Als sie dann endlich aufstand um die Tür zuzumachen, damit sie nicht noch eine Erkältung von dem kalten Luftzug bekam, war der Flur leer und keine Spur mehr von Mark zu sehen. War das eben wirklich passiert? Hat sie ihm eben gerade wirklich ihre Liebe gestanden? Und hatte er ihr wirklich nur mit so einer bedürftigen Antwort allein zurück gelassen? War er wirklich wie ein Möchtegern-Bad-Boy aus einem klischeehaften Jugendbuch aus dem Zimmer gestürmt…? Das kam ihr alles sehr skurril und unwirklich vor, dass sie fast geglaubt hätte, dass sie das alles nur geträumt hätte… Aber konnte sie so komische Träume träumen? Nein! So etwas konnte sie sich selbst in ihren kühnsten Träumen nicht ausdenken. Es muss also wirklich geschehen sein… Eine komische Welt… Eine komische Geschichte.. Alles wirklich sehr… komisch…
Jetzt wusste sie nicht, was sie mit sich anfangen sollte… Sie versuchet mehrmals, Isabell anzurufen, aber bei ihr ging nur die Mailbox ran. Und bei Mark kam sie noch nicht einmal so weit. Eigentlich auch gut so. Sie wollte zwar wissen, was das alles zu bedeuten hatte, aber sie hätte nicht gewusst, was sie Mark hätte sagen sollen… So vergingen die Stunden, ohne dass sie irgendetwas wirklich Produktives zustande bekam. Sie hatte keine Lust einen Film zu gucken, sie hatte keine Lust etwas mit ihrer Mutter zu unternehmen oder auch nur mit ihr zu reden, sie hatte auch keine Lust mehr zu schlafen… Ja, sie hatte noch nicht einmal Lust weiter zu lesen. Irgendwann raffte sie sich soweit auf, dass sie auf ihrem Notebook nach neuen Kommentaren schaute. Und sie hatte wirklich ein paar.

Natalie Buchherz, Samstag, 20:33
Liebe kann man nicht erklären. Liebe ist eben Liebe. Genauso wie Leben einfach Leben ist!

Thommy, Sonntag, 00:06
Wieder einmal eine tiefsinnige Frage, wa!?

Sylvan Lightning, Sonntag, 07:10

Warte! Sylvan Lightning? So hieß doch der Protagonist aus ihrem momentanen Buch!? Da ist wohl noch jemand total verrückt nach dem Buch…! Verständlich. Das Buch war auch so schön. Sie war fast wieder ganz im Schwärmen vertieft, als sie den Kommentar las.

Sylvan Lightning, Sonntag, 07:10
Ich habe dich gesehen!

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Kapitel 5 -Der nächste Schritt

So, das war's auch schon wieder.... Wie fandet ihr das Kapitel denn? Das würde mich wirklich mal interessieren... :)
Liebe Grüße,
Marianne

4 Geblubber:

Rhukii hat gesagt…

Was ich sehr sehr finde, ist der Schluss und ich bin auch schon wahnsinnig gespannt, was die snderen daraus machen werden. Es ist einfach surreal, dass ein Buchcharakter der sie in seiner Geschichte gesehen hat, wo sie gar nicht hingehört, ihr jetzt in der Realität eben diesen Kommentar hinterlässt. Es wird knifflig das logisch weiterzuspinnen. Darauf freue ich mich schon :D

Was mir etwas weniger gut gefallen hat, ist zum einen Marks Art in dem Kapitel, da sie mir persönlich nicht wirklich schlüssig ist. Und die doch recht umgamgssprachliche und jugendsprach-angehauchte Ausdrucksweise. Ich rede natürlich selbst auch so - oder so ähnlich - aber in einer Geschichte finde ich es etwas unangebracht, wenn es keine wörtliche Rede ist.
Außerdem erscheint mir das für 4 Seiten etwas kurz.
Nimm die Kritik bitte nicht persönlich. Das ist lediglich meine Meinung. Und eine Anregung dich zu verbessern und zu entwickeln :D

j125 hat gesagt…

Hey hey,

ich find deinen Stil recht angenehm zu lesen, auch wenn mir hier ebenfalls wieder der Mix aufgefallen ist.
Es gibt eine Stelle da schreibst du, "sie konnte es nicht ab...". Das gehört für mich nicht in so einen Text, weil es Umgangssprache ist.

Ich weiß nicht, inwieweit ihr bei dem Plot frei seid, aber ich finde Marks Verhalten absolut nicht nachvollziehbar. Nimm mir das nicht übel, aber kein Mensch verhält sich so. Er ist in The a verknallt, die ihm endlich gesteht was er schon lang hören will und was macht er. Sitzt wie lang? Fünf Minuten? Zehn? dort und schaut sie an und sagt NICHTS. Da allein ist schon die Zeitspanne zu lang. Dann sagt er ihr, er denkt über eine Formulierung/Erklärung nach, aber am Ende sagt er nur: Ich fühle genauso und das war es. Diese Erklärung die er gesucht hat, die folgt nicht. Stattdessen haut er ab ohne überhaupt etwas mit der Information anzufangen, dass Thea in ihn verliebt ist.
Für mich wäre hier entweder logisch gewesen, dass er sofort aus dem Zimmer geht, wenn dieses ominöse Problem das er hat, ihn daran hindert mit Thea zusammen zu sein. Oder, dass er sich mal drüber freut und trotz der Probleme einen Schritt auf sie zumacht und mal zumindest küsst.

Ich hab noch nie gehört, dass jemand nach einem Liebesgeständnis fünf Minuten Löcher in die Luft guckt und dann geht. Sorry, aber das kann ich leider nicht nachvollziehen.

Fehlerliste:
der Ausdruck heißt "sich ÜBER etwas im Klaren sein" --> Endlich bin ich mir darüber im Klaren

Nächster Abschnitt:
"Und hatte er ihr wirklich nur mit so einer bedürftigen Antwort allein zurück gelassen?" --> hatte er SIE .... einer DÜRFTIGEN ...

"Sie versuchet mehrmals, Isabell anzurufen" --> Buchstabendreher bei versuchte

watchedstuff hat gesagt…

Halli hallo Marianne,
magst du das nächste Kapitel verlinken? :) Ist ab heute online.

LG
Henrike

Marianne K. hat gesagt…

@ Rhukii & j125
Ich habe nicht so viel Übung mit dem Schreiben, von daher ist garantiert viel Jugend/Umgangssprache vorhanden, genauso wie Logiklücken. Und es tut mir leid. Ich habe auch nie behauptet, dass ich gut schreiben könnte.... Ich habe einfach mein bestes getan.
Was das Liebesgeständins angeht und so. Es kommt ihr so vor, als ob es solange dauert. Es können auch nur ein paar Sekunden sein. Und so etwas gibt es in sehr vielen Büchern! Nicht genau so. Aber so ähnlich. Außerdem hat man so Spielraum. Selbst wenn man es blöd findet, könnte man es einfach umschreiben, in dem man am Ende noch schreibt, dass sie das alles geträumt hat. Das es eine Art Alptraum war. Die später vielleicht noch irgendeine Bedeutung hat. Man hat durch das Kapitel eine Menge Möglichkeiten etwas anders zu machen. Der Satz am Ende kann auch alles mögliche bedeuten. Sie kann träumen, sie kann einfach geschockt sein, es kann einfach irgendwer sein, der das Buch mochte und sich deshalb so genannt hat. Oder man macht es eben so, dass das das Fantasy Element in dem ganzen wird.

@ Henrike
Erledigt! :)

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