Dienstag, 10. September 2013

[Rezension] Der Besuch der alten Dame


Autor: Friedrich Dürrenmatt
Titel: Der Besuch der alten Dame
Taschenbuch (134 Seiten)
Verlag: Diogenes
Sprache: Deutsch
Preis: 8,90€

Inhalt:
Claire Zachanassian, amerikanische Multimillionärin, kehrt in ihr Heimatdorf Güllen zurück, um sich zu rächen.
(Quelle: Thalia)

Meine Meinung:
Zuerst ein mal zwei Sachen. Erstens: Ich weiß, dass der Inhalt ein bisschen mickrig ist, aber, was hinten drauf steht, verrät schon das meiste und sonst habe ich nur richtige Inhaltsangaben gefunden. Zweitens: Ich lese dieses Buch nicht freiwillig, wir lesen es gerade von der Schule aus. Wie eigentlich jeder aus unserer Schule.
Da ich das Buch der Schule wegen lese, ist wahrscheinlich jedem klar, dass es kein wirklich gutes Buch ist, obwohl ich sagen muss: Es ist besser als "Der Schimmelreiter", das Buch mussten wir letztes Jahr lesen.
Das Buch ist nicht unbedingt Grotten schlecht, aber ich würde es ehrlich gesagt nicht lesen, wenn ich nicht muss. Meine Schwester hatte das Buch auch gelesen und fand es gut, dass kann aber auch daran liegen, dass sie manchmal einen anderen Buchgeschmack hat als ich.
Weiß manche Leute an diesem Buch wohl wirklich stört, ist die Schreibweise, obwohl ich sie ganz ok fand. Das Buch ist halt kein normales Buch sondern ein Theaterstück und bei Theaterstücken ist es halt normal, dass die Regieanweisungen kursiv geschrieben sind und am Anfang von jedem Sprechtext steht, wer es sagt. Das Buch ist wirklich so geschrieben, dass man es im Prinzip gleich aufführen könnte.
Was mich eher gestört hat, war dass die Geschichte, meiner Meinung nach, einfach unlogisch ist. Da kommt Claire, die eigentlich Klara heißt, als Milliardärin (sie ist nämlich Milliardärin und nicht Millionärin) wieder (sie war in Güllen aufgewachsen) und meint: Ich geben euch eine Milliarde, wenn ihr mir Gerechtigkeit gebt. Sie möchte nämlich das Alfred Ill (von den meisten einfach nur Ill genannt) umgebracht wird, nur weil er früher, als sie beide noch jung waren (sie sind in dem Stück schon alte Rentner), gemeint hatte, er hätte nicht mit ihr geschlafen und könnte also auch nicht der Vater ihres Kindes sein (Sie ist mit Vaterschaftsklage (Ich glaube zumindest, dass es so heißt) vor Gericht gegangen.). Egal was man gemacht hat, dass macht man doch nicht. Ich finde diese Frau ist richtig verrückt. Hallo!? Sie ist Milliardärin! Hätte er sie nicht verleumdet, wäre sie arm geblieben!
Im letzten Absatz ist ziemlich viel schwarz, ich gebe es zu, aber man muss ja nicht gleich wissen, worum es bei der Geschichte geht.
Die anderen Charaktere sind teilweise auch total verrückt, es würde zu lange dauern, die ganzen Gründe auf zu zählen.
Im Grunde genommen, ist die Geschichte eigentlich für eine Schullektüre noch ganz ok, aber ich würde das Buch, glaube ich nicht nochmal lesen.

Cover:
Ich finde das Cover irgendwie komisch, aber irgendwie auch interessant. Ich kann (mal wieder) nicht wirklich warum, aber ich hoffe ihr gebt auch mit diesem Satz zu frieden. ;)
Der Titel ist logisch, aber ich hatte mir bei dem Titel irgendwie etwas anderes vorgestellt, aber egal, Titel können halt auch mal komisch sein.

Fazit:
Für eine Schullektüre ist das Buch ganz gut, aber sonst würde ich es nicht unbedingt lesen.

Eigentlich kann das Buch noch froh sein, dass ich ihm noch 2,5 von 5 Herzen gebe.

Marianne
(Anmerkungen sind erlaubt und eigentlich auch erwünscht, ich möchte lernen :D)

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